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Stiftung unterstützt Theaterprojekte

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Projekte

Ganzheitliche Bildung durch Theaterarbeit

In der öffentlichen Diskussion und der ständig zunehmenden bildungspolitischen Debatte wird der Wert kultureller Bildung zunehmend als neues Potential und Zugewinn für Schule erkannt.

Künstlerisches Lernen, zum Beispiel Theater, ist ein aktives, forschendes, entdeckendes Lernen: Es regt an, Fragen zu stellen, eigene Ideen zu entwickeln und selbst tätig zu werden. Theater ist eine Kunst und integriert damit auch andere Künste wie Sprache, Musik, Bildende Kunst, Video, Medien, Sport und Tanz. Theater stellt geschichtliche, politische oder ethische Bezüge her. Es basiert auf der geschriebenen Sprache.

Die damit verbundene inhaltliche und kulturelle Komplexität verkörpert kein anderes
Fach. Theater vermittelt Kompetenz in sogenannten Schlüsselqualifikationen, wie Organisation und Durchführung einer Arbeitsaufgabe, Kommunikation, Kooperation, Problemlösungs- und Entscheidungskompetenz, Selbständigkeit, Übernahme von Verantwortung, Belastbarkeit, Kreativität, Flexibilität, Lernfähigkeit und kann somit einen erheblichen Beitrag zur notwendigen Persönlichkeitsentwicklung von Kindern und Jugendlichen leisten.

Im Widerspruch dazu steht eine zunehmende Verknappung der künstlerischen Fächer im Lehrplan. Lothar Franke: „Neben guten Noten ist auch die Entwicklung eigener Ideen, Intuition, Flexibilität, Kreativität und der eigenen Lernfähigkeit ein wichtiger Baustein einer ganzheitlichen Bildung.“

„Theaterarbeit kann dies sehr gut leisten und gehört daher in die Schule“, so Franke, „gerade wenn die Kinder in der Fläche erreicht und sozial benachteiligte Kinder und Jugendliche gefördert werden sollen.“

„Daher sind wir überzeugt, dass noch mehr Kooperationen zwischen außerschulischen Institutionen und professionellen Akteuren und schulischen Einrichtungen entstehen und umgesetzt werden müssen. Gerade auch deshalb, weil die Lehrer in diesem Bereich nur sehr selten über eine qualifizierte fachpraktische Ausbildung verfügen.“

Daher unterstützte die Stiftung 2012 drei solcher Projekte mit insgesamt über 6.000 Euro.

Das Projekt in der Presse

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Die Stiftung initiierte die Aktion „Bremen macht Theater“, die vom 31.5. bis 9.6.2012 im Bremer Roland-Center stattfand.

Herzlich willkommen im Vahrer „Reim Heim“

Mit dem Reim Heim wurde ein temporärer Ort für Schulkinder geschaffen. Hier wurde ein Erlebnisraum Sprache mit Poesie und Phantasie geöffnet, an dem für eine Weile aus der Alltagswelt in eine besondere Erlebniswelt eingetaucht werden konnte.

Das Reim Heim wurde in Kooperation mit einer 3. Schulklasse der Paul-Singer-Schule des Quartiers während einer Projektwoche mit einer bildenden Künstlerin als Lebensraum für die Geschichtenhändlerin Amalia gestaltet. Amalia zog in die Vahr und wurde zur Gastgeberin: Eine Woche lang öffnete sie die Tore der Phantasie und Sprache für die Bewohner des Quartiers Vahr.

250 Kinder und Schüler besuchten das Reim Heim. Dort spielten die Worte verrückt, krabbelten Geschichten aus dem Schlüsselloch und konnten erfrischende Sprachbäder genommen werden.

Die Stiftung förderte das Reim Heim mit 2.500 Euro.

„Wir alle sind anders – The Fake Audition“

Das Projekt der Junge Akteure Bremen befasste sich mit den Veränderungen des gesellschaftlichen Zusammenlebens von Jugendlichen in Bremen und war ein interaktives Performance-Projekt, das die kulturelle und ethnische Vielfalt des jugendlichen Theaterpublikums als Spiegel der Gesellschaft von Morgen thematisierte.

Die jungen Menschen gingen innerhalb dieses Projekts selbst auf Forschungsreise: Wie sieht ihre Realität aus? Was berührt sie? Wofür setzen sie sich ein? Über kulturelle Ausdrucksformen, wie das Theaterspielen, wurden den teilnehmenden Jugendlichen Möglichkeiten und Anreize geboten, ihre eigene soziale Identität zu erforschen und mit den Mitteln des Theaters zu reflektieren.

Dazu haben Teams von „Junge Akteure Bremen“ Schulklassen verschiedenster Schulformen in Bremen besucht. Sie boten ihnen Workshops an, diskutierten mit ihnen, befragten sie als Experten ihres Alltags, zu ihrem Leben, ihren Familien, ihren Wünschen und Talenten und baten sie, etwas Besonderes von sich zu zeigen, das in die Inszenierung einfließen konnte.

Am Schluss stand ein besonderes theatrales Ereignis, von und für junge Menschen.

Die Stiftung förderte das Projekt der Jungen Akteure Bremen mit 2.500 Euro.

Herkules im Land der Trolle

Ein Stück der Theater AG an der Grundschule an der Paul-Singer-Straße.

Herkules sieht anders aus als die anderen Kinder. Darüber ist er traurig, doch erscheint ihm eines Nachts der Troll Knoll und nimmt ihn mit auf eine Reise durch das Trollland, denn nur Herkules kann den kranken Trollkönig heilen.

In diesem Stück geht es um das Anderssein, Mut und gegenseitiges Verstehen.

Die Geschichte wurde von den Erstklässlern der Theater AG selbst entwickelt und mit Hilfe von Karina Schieck in Wort, Musik und Darstellung umgesetzt.

Das Bühnenbild wurde von der Baukasten AG erstellt.

Die Aufführung war am 18.07.2012 in der Turnhalle der Schule.

Die Stiftung förderte das Projekt in 2012 mit 1.200 Euro.

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